14.07.2026
Der ehemalige Betriebswirt Rudolf Riegler hat am Moserplatz ein italienisch inspiriertes Café aufgesperrt.

„Ich glaube, dass viele den Traum haben, einmal Gastro zu machen. Bei mir war es eben auch so“, sagt Rudolf Riegler im Gespräch mit Gault&Millau. Eigentlich ist er Betriebswirt und war bislang ausschließlich in Vertriebspositionen tätig. Seine Leidenschaft galt nebenher aber immer dem Essen und Trinken. Als er vergangenen Winter auf das gelb gestrichene Geschäftslokal mit kleinem Vorplatz am Moserplatz in der Kremser Altstadt stieß, war die Idee rasch geboren: ein Café mit italienischem Flair, das Kaffeekultur, Aperitivo und kleine Speisen vereint.
Zum Siebträgerkaffee mit den Bohnen von Caffè vom See gibt es in der „Bar Centrale“ Backwaren wie Cornetti, Orangencrostata und Torta della Nonna. Wer zu Negroni, Spritz oder Prosecco lieber etwas Herzhaftes hat, findet in der Vitrine Tramezzini, Focacce oder Wachauer Laberl mit Mortadella. Die Wurstwaren, Käse und Co. stammen aus Italien, das Brot von regionalen Produzent:innen. Ähnlich die Auswahl beim Wein: Der Schwerpunkt liegt auf österreichischen Weinen, ergänzt durch ausgewählte Positionen aus Deutschland, Frankreich und Italien.
Konzepte wie dieses kennt man vor allem aus urbanen Gegenden, wo sie seit Jahren immer größeren Anklang finden. In Krems fehlte ein solches Angebot bislang weitgehend, meint Riegler. „Das Land muss einfach ein bisschen aufgewertet werden, damit es sowohl für die Menschen, die hier leben, als auch für jene von weiter weg interessanter wird.“ Mindestens ebenso wichtig wie die Kulinarik ist ihm der soziale Aspekt: „Ich möchte den Leuten einen netten Ort schaffen, wo sie zusammenkommen können und eine Community entstehen kann.“
Dass der Betrieb heute so aussieht, wie er es tut, ist auch seinem Netzwerk zu verdanken: Partnerin Magdalena Wahlmüller kümmerte sich mit viel Blick fürs Detail um das Interieur, Architekt Chieh-shu Tzou zeichnete sich für die Planung verantwortlich. Gemeinsam mit den Tischler:innen von „Walli & Witsch“ wurde das Lokal schließlich umfassend neugestaltet. Dunkles Holz, großzügige Fensterfronten und der Gastgarten mit schattenspendenden Bäumen verleihen ihm jene mediterrane Atmosphäre, die so auch in Italien zu finden sein könnte.




Für die zweite Jahreshälfte plant Riegler zudem Formate, die über das Café- und Barangebot hinausgehen. Neben Pop-Ups mit Gastköch:innen und Winzer:innen soll es eine regelmäßige Veranstaltungsreihe für Studierende geben. Auch ein monatlicher Stammtisch für Gastronom:innen ist angedacht.
Mittwoch: ab 17 Uhr
Donnerstag bis Samstag: 9 bis 22 Uhr
von Derya Metzler












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