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18,5 von 20 Punkten und 4 Hauben im Gault&Millau Guide 2027
Hauptstraße 31–33 7081 Schützen am Gebirge Burgenland



Gault&Millau Punkte
Der Taubenkobel der Ära Weissgerber kennt keine Grenzen, aber er bleibt ganz bei sich. Der Chef weiß, wie man auch ohne Tamtam Türen öffnet.
Der Holzofen im Zentrum des Restaurants ist längst auch in den Mittelpunkt von Weissgerbers Küche gerückt. Am offenen Feuer entstehen da puristische, in vielerlei Hinsicht große Gerichte, Côte de bœuf, Steinbutt, Seezunge; eröffnet wird die Genussreise aber mit einer Symphonie von Auftakten: Räucheraal-Tatar auf Pfefferblatt; junge Erdäpfel, wie Kieselsteine im brillantweißen, essbaren Ton eingebacken; Brioche mit karamellisierter Butter.
Das Menü fährt leitmotivisch weiter durch den pannonischen Teil Europas: Rohe Forelle, mit Kren und Buttermilch mariniert, bekommt Akzente von grünem Apfel; aus dem À-la-carte-Bereich lacht uns ein glasiertes Kalbsbries mit Spargel, Morcheln und Akazienblüten an.
Bei den Desserts zeigt Weissgerber seine verspielte Seite (rosa Bittersalate mit verschiedenen Aggregatzuständen vom Rhabarber) und legt zum Finale mit einer Liebstöckel-Tarte noch einen furiosen Tusch hin: volle, aromatische Kräuterwucht und süßes Backwerk – ein Zweiklang, der lange nachhallt.

© taubenkobel

© taubenkobel

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