10.08.2026

Neuzugang in Wien: Mini Mayr

Barbara Aichinger hat in der Josefstadt ihr erstes eigenes Bistro eröffnet. Mit darmfreundlicher Gemüseküche und erfrischenden Drinks.

Aichinger will beweisen, dass gesunde Ernährung auch ohne Verzicht möglich ist
Aichinger will beweisen, dass gesunde Ernährung auch ohne Verzicht möglich ist © Barbara Aichinger

Eigentlich wollte Barbara Aichinger nie ein Bistro eröffnen. Nach einer schwierigen Schulteroperation und langwierigen Heilungsphase begann sie sich jedoch intensiv mit bewusster Ernährung und der Verbindung zwischen Darm und Wohlbefinden auseinanderzusetzen. Sie merkt schnell: Gesundes Essen muss nicht kompliziert sein und schon gar nicht nach Verzicht schmecken. Diese Erkenntnis möchte sie nun in ihrem Bistro Mini Mayr auf der Josefstädter Straße übersetzen. Statt Kalorien zu zählen oder Zutatenlisten zu studieren, setzt sie auf eine pflanzenbetonte Küche, gute Produkte und Gerichte, die vor allem schmecken sollen.

Wenige Zutaten, viel Aroma

Im Mittelpunkt des Mini Mayr steht eine darmfreundliche Küche, bei der Aichinger vor allem auf Gemüse und wenige, gut aufeinander abgestimmte Zutaten setzt. „Mein Hauptaugenmerk ist wirklich das Puristische. Die Gerichte sind nicht mit Zutaten überladen und so abgestimmt, dass jede Zutat heraus geschmeckt werden kann und ihren eigenen Platz hat“, betont sie im Gespräch mit Gault&Millau. Auf der Karte finden sich Frühstück und Mittagessen, Suppen, Salate, Snacks sowie verschiedene Juices, Smoothies und Drinks. Zum Frühstück gibt es beispielsweise ein leichtes Ube-Porridge mit Beeren und saisonalem Obst. Der lilafarbene Ube Latte (derzeit mit Marillenpüree) ist bereits zu einem der Aushängeschilder des Lokals geworden. Im Sommer sorgen unter anderem gerade Gurken-Mojitos für Erfrischung.

Dass Aichinger das Thema der sogenannten „Darm-Hirn-Achse” hierbei besonders am Herzen liegt, hat mit ihrer Genesungsgeschichte zu tun: „In der Kur nach meiner Operation habe ich gemerkt, dass der Darm sozusagen wie die Wurzel einer Pflanze ist. Wenn ich die Wurzel gut gieße, dann wird die Pflanze auch blühen.” Grundsätzlich sind die Gerichte zwar an die F.X.-Mayr-Lehre angelehnt und mithilfe einer Ärztin entwickelt, eine Art Gesundheitsinstitut möchte sie aus ihrem Bistro aber trotzdem nicht machen. Vielmehr geht es darum, eine darmfreundliche und basische Küche ganz unkompliziert zugänglich zu machen

© Barbara Aichinger

Kleine Pause im Alltag

Mini Mayr, das Aichinger wohlgemerkt gänzlich alleine betreibt, soll dabei für alle offen sein: „Es ist mir wichtig, dass sich auch niemand für Ernährung interessieren muss. Ich finde es schön, wenn man auch ohne Vorwissen einfach probiert und dann selbst merkt, was einem guttut“, betont die Gastronomin. Dafür gibt es unter anderem die sogenannten „Mittagsrituale”, die eine bewusste Pause im hektischen Stadtalltag schaffen sollen. Diese kommen als Menü mit Suppe und Salat samt Gebäck und einem „Elixir”, das bei der Verdauung hilft (ab 12,90 Euro). Gegessen wird dann vor Ort an den insgesamt acht Plätzen oder zum Mitnehmen. 

Noch läuft Mini Mayr im Soft Opening. Im Herbst soll die Karte um weitere Suppen und Eintöpfe ergänzt werden und auch Wochenendboxen zum Mitnehmen sind geplant. 

Mini Mayr

Montag bis Freitag: 10 bis 16 Uhr
Josefstädter Straße 52, 1080 Wien
instagram.com/mini_mayr_ 

von Angelina Rebel

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