11.05.2026
Karl und Rudi Obauer schließen am 26. Oktober 2026 die Türen ihres Betriebs und beenden damit eine Ära.

„Man wird im Restaurant Obauer in die weite Welt hinausgeschickt und verliert doch nie die Orientierung, weil die Küche hier einen Kompass bei der Hand hat und einen Plan, dem man gern folgt“, heißt es in der aktuellen Gault&Millau-Kritik zum Fünf-Hauben-Restaurant Obauer. Diese Reise in die weite Welt wird am 26. Oktober 2026 allerdings ein letztes Mal Fahrt aufnehmen: Wie Karl und Rudi Obauer via Instagram bekanntgaben, ziehen sie sich aus der Gastronomie zurück. „Wir beenden damit ein schönes, über 47 Jahre reichendes Kapitel unseres Berufslebens aus Altersgründen und treten in den sogenannten Ruhestand“, schreiben die Brüder.
In knapp fünf Jahrzehnten haben Karl und Rudi Obauer die österreichische Spitzengastronomie entscheidend mitgeprägt. Ihre Küche verbindet französische Klassik mit regionaler Produktvielfalt aus dem Pongau und einem beinahe grenzenlosen Spiel mit Aromen und Gewürzen. Dafür wurden die Obauers bereits 1989 von Gault&Millau zu „Köchen des Jahres“ gekürt, 2012 folgte die Auszeichnung zu den „Köchen des Jahrzehnts“.
Während Karl Obauer den damaligen Gasthof „Lebzelter“ bereits 1979 übernahm, sammelte Bruder Rudi Erfahrungen bei internationalen Spitzenköchen in Frankreich, Dänemark und Belgien. Gemeinsam entwickelten die Brüder daraus jene unverwechselbare Obauer-Küche, die Regionalität und internationale Haute Cuisine über Jahrzehnte hinweg auf höchstem Niveau vereinte.
Wie es mit dem Traditionshaus in Werfen nach Oktober konkret weitergeht, wurde bislang noch nicht bekanntgegeben. Obgleich Rudis Sohn Berthold Obauer seit sieben Jahren die Serviceleitung verantwortet, habe es bislang nicht gepasst, den Betrieb gänzlich zu übernehmen, wie die Köche gegenüber den Salzburger Nachrichten erklärten: „Ihm steht die Welt offen. Und er wird seinen Weg machen, der ihn vielleicht ja wieder nach Werfen führt.“ Dass eine Wiedereröffnung unter völlig anderen Vorzeichen in absehbarer Zeit dennoch möglich sein könnte, bestätigt auch Karl Obauer.

(Redaktion)












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