28.04.2026
In Wien Wieden hat ein neues Café aufgesperrt. Mit biologischem Kaffee, Wasserkefir und durchdachten Details.

Auf dem Ladenschild am Kühnplatz 6 lassen sich mit „Massage“ in Großbuchstaben noch letzte Überbleibsel der Vorgänger erkennen. Direkt darunter zeigt sich in etwas krakeliger Schrift, was dem einstigen Massageinstitut gefolgt ist: „Galigrü“. Die Millennials dieser Welt werden das Akronym kennen. Es steht für „Ganz liebe Grüße“ und ist namensgebend für das neue Café von Teresa Schütz.
Die Oberösterreicherin ist vor einigen Jahren zum Studieren nach Wien gekommen, wurde dann aber mehr und mehr in der Gastronomie sesshaft. Besonders hat es ihr das Kaffeesieden angetan. Zuletzt war sie Filialleiterin der Knockbox in Wien Josefstadt. „Immer öfter kam dann aber der Wunsch nach etwas Eigenem auf“, erzählt Schütz im Gespräch mit Gault&Millau. Als sie im Mai 2025 die leerstehende Lokalität in Wieden besichtigte, zögerte sie nicht lange und entschied sich, hier ihr Café zu verwirklichen. Damals war der Betrieb noch ein kompletter Rohbau, entsprechend umfangreich gestaltete sich die Renovierung. „Zum Glück sind mir von Anfang an so viele Freundinnen und Freunde zur Seite gestanden, ohne sie hätte es nicht geklappt.“ Mit geballter Unterstützung, unter anderem in besonderem Maße von ihrem Freund Dominik Philipp, konnte der Standort umfassend umgebaut werden.

Jetzt zeigt sich das Galigrü einladend hell, mit bodentiefen Fenstern, einem freistehenden, metallenen Barbereich und liebevollen künstlerischen Details, wie etwa den an Blumen erinnernden Kacheln vom Altwarenhändler. „Anscheinend waren die mal in einem alten Supermarkt“, erzählt Philipp. Die Lampen sind einerseits vom Flohmarkt, andererseits handgefertigt von befreundeten Künstler:innen. Wer genau schaut, sieht außerdem kleine, viereckige Glaskunst aus Epoxidharz an den Wänden. „Wir möchten auch in Zukunft wechselnde Kunst bei uns ausstellen“, sagt Teresa Schütz.

In die Tassen kommt biologischer, fair gehandelter Kaffee, unter anderem vom frauengeführten Betrieb „Punto Rojo“, eine entkoffeinierte Variante (auch als Cold Brew), Matcha, Kakao und frisch gepresste Säfte. Außerdem steht wechselnder Wasserkefir im Angebot. „Das ist Dominiks Steckenpferd, er tüftelt immer an neuen Sorten, je nachdem, was gerade Saison hat“, sagt die Betreiberin. Weitere fermentierte Limonaden, hausgemachte Sirupe und eine kleine Snackauswahl sind in Planung.
Dann bleibt noch die Frage zum Namen. Warum eigentlich? „Ich finde ‚Galigrü‘ einfach nett und möchte den Leuten, die bei uns einkehren, ein nettes, wohliges Gefühl vermitteln.“
Dienstag bis Samstag, 9 bis 17 Uhr
instagram.com/galigrue.cafe
von Derya Metzler












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