01.04.2026

Staffelfinale der „Wirtshausretterin“

Für die letzte Folge „Aufsperren statt Zusperren“ verbündet sich Kira Schinko mit Spitzenkoch Philip Rachinger.

Kira Schinko und Philip Rachinger
Kira Schinko und Philip Rachinger © Jenseide/ORF

Fünf leerstehende Wirtshäuser hat Kira Schinko im Rahmen der ORF-Dokumentation „Aufsperren statt Zusperren“ mittlerweile belebt. Immer an ihrer Seite: prominente Persönlichkeiten aus der Gastronomie. In der finalen Folge der „Dating-Show für Wirtshäuser“, wie Schinko das Format selbst nennt, führt ihre Reise nach Neufelden zu 4-Hauben-Koch Philip Rachinger. Im Zentrum steht dabei eine grundlegende Frage: Was bleibt, wenn das letzte Wirtshaus eines Ortes verschwindet?

Beerdigung des Wirtshauses

Um dem nachzugehen, inszenieren Schinko und Rachinger eine symbolische Beerdigung des Wirtshauses samt Leichenschmaus. „Die Beerdigung hatte fast etwas Echtes“, erzählt Schinko. „Die Bestatterin hat mir berichtet, dass das Wirtshaussterben inzwischen spürbare Auswirkungen auf Begräbnisse am Land hat.“ So würden sich Termine zunehmend nach Öffnungstagen verbliebener Gasthäuser richten oder gleich zu Imbissständen verlagert werden. „Dieses ‚Wirtshaussterben‘ klingt ja zuerst sehr abstrakt, aber vor Ort spürt man jedes Mal sofort, was da wirklich verloren geht: nämlich ein Stück Gesellschaft, ein Stück Wir“, sagt Kira Schinko gegenüber Gault&Millau.

Im zweiten Teil der Folge wird der Aufbruch gefeiert. Mit der jährlich stattfindenden „Wirtshausroas“, bei der ganz Neufelden kulinarisch bespielt wird, wird die Wiederbelebung gefeiert. „Philip ist ein echter Botschafter der Region und macht die Liebe zu seiner Heimat spürbar“, sagt die Oberösterreicherin. „Wer eröffnet sonst ein zusätzliches Wirtshaus, weil ihm leid ist, dass der Brauerei der Erlebnisraum fehlt?“

© Jenseide/ORF

Über „Aufsperren statt Zusperern“

Mit „Aufsperren statt Zusperren – Ist das Wirtshaus noch zu retten?“ ist Kira Schinko seit 18. Februar 2026 auf ORF 1 in einer sechsteiligen Dokumentation quer durch Österreich unterwegs. Sie sucht leerstehende Wirtshäuser, erzählt ihre Geschichten und stellt die Frage nach ihrer Zukunft – und letztlich auch danach, welche Rolle diese Orte für den gesellschaftlichen Zusammenhalt spielen. „Ich wünsche mir für die Orte, für ihre Menschen und für uns alle, dass wir wieder stärker begreifen, was dieses Wir eigentlich ist“, sagt Schinko.

Weitere Infos zur Dokumentation finden Sie unter tv.orf.at/aufsperren.

von Derya Metzler

Auf dem Laufenden bleiben

Melden Sie sich kostenlos für unseren wöchentlichen Newsletter an.