08.09.2026

Michael Malat wird neuer Obmann der ÖTW

Der Kremstaler Winzer übernimmt 2027 den ÖTW-Vorsitz von Michael Moosbrugger – und hat für den Verband einiges vor.

Symbolische Übergabe der Obmannschaft von Michael Moosbrugger (l.) an Michael Malat (r.)
Symbolische Übergabe der Obmannschaft von Michael Moosbrugger (l.) an Michael Malat (r.) © Manu Grafenauer

Bei den Österreichischen Traditionsweingütern (ÖTW) steht ein Führungswechsel bevor: Anfang 2027 übernimmt Michael Malat die Position des Obmanns. Er folgt auf Michael Moosbrugger, der die Vereinigung zwei Jahrzehnte lang leitete und von einer regionalen Initiative zu einer festen Größe der österreichischen Herkunftskultur formte.

Langjährige Erfahrung im Vorstand

Mit Malat übernimmt ein erfahrener Winzer das Amt, dessen Betrieb in Furth bei Göttweig zuletzt auch mit der Auszeichnung seines Blanc de Blancs Große Reserve 2016 zum Gault&Millau Sekt des Jahres 2026 auf sich aufmerksam machte. Er führt das 1722 gegründete Gut seit 2008 in zehnter Generation und ist den ÖTW seit jeher eng verbunden: Sein Vater Gerald Malat gehörte 1991 zu den Gründungsmitgliedern, Michael Malat selbst arbeitet seit rund zwei Jahrzehnten im Vorstand mit und ist seit 2022 bereits Obmann der ÖTW-Region Donauraum. Darüberhinaus ist er Leiter des Marketingausschusses von Sekt Austria.

„Wenn ich die ÖTW in einem Wort beschreiben müsste, wäre es Herkunft. Sie verbindet unsere Mitglieder, und auch Tradition mit Zukunft. Wir schätzen das Wissen der Generationen vor uns und bauen darauf auf. Unsere Verantwortung ist es aber, dieses Fundament so weiter zu stärken, dass es auch für die nächste Generation trägt.“ – Michael Malat via Aussendung

Unter Moosbruggers bisheriger Leitung wuchsen die ÖTW von ursprünglich 25 auf mittlerweile 91 Mitgliedsbetriebe aus acht Weinbaugebieten an, die zusammen rund 3.600 Hektar Rebfläche bewirtschaften. Ein zentraler Meilenstein seiner Amtszeit ist zudem die Ausarbeitung der zweistufigen Lagenklassifikation mit inzwischen 145 „Ersten Lagen“, deren gesetzliche Verankerung im neuen österreichischen Weingesetz für Herbst 2027 erhofft wird.

Fokus auf neue Märkte und breitere Aufstellung

Für die kommende Periode plant Malat, gemeinsam mit Geschäftsführer Michael Tischler-Zimmermann und Obmann-Stellvertreter Markus Huber, die Lagenklassifikation international noch deutlicher zu kommunizieren und neue Zielgruppen zu erschließen. Zudem soll die Verbandsarbeit künftig auf mehr Schultern verteilt werden. Geplant ist die Einrichtung klar definierter Ressorts, in denen die Mitglieder Fachprojekte eigenständig vorantreiben.

Alle Informationen hierzu und zu den Österreichischen Traditionsweingütern finden Sie unter oetw.at

links: Michael Malat, rechts: Michael Moosbrugger
links: Michael Malat, rechts: Michael Moosbrugger © Manu Grafenauer
links: Michael Tischler-Zimmermann, rechts: Markus Huber
links: Michael Tischler-Zimmermann, rechts: Markus Huber © Anna Stoecher
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(Redaktion)

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